Testprogramm "FLF-Testmanager"

Grundlagen

Das Testprogramm basiert auf einer internen Testplanung und Dokumentation, die jedes Unternehmen für sich selbst erstellen muss. Das Programm kann für alle  Softwarelösungen einer Bank oder Leasinggesellschaft eingesetzt werden. In der Praxis hat sich das Verfahren bereits bewährt und ist von internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften anerkannt worden.
 
Es richtet sich daher an Banken und Leasinggesellschaften die eine Finanzierungssoftware, Leasingsoftware oder ein vollständiges Kernbankensystem aufgrund eines Updates, Releasewechsel oder Neueinführung testen müssen. Die Regeln nach MaRisk werden selbstverständlich eingehalten, sowie die Regeln einer Internen Revision zur Kontrolle der Ergebnisse.
 
Die Testaufgaben selbst werden von den Nutzern vorgegeben und beschrieben. Vorgabewerte und erwartete Testergebnisse werden in der Struktur festgelegt, ebenso die Testpersonen und die zeitliche Planung der Tests. Das Programm unterstützt den schnellen und effektiven Testablauf und dient zur Dokumentation der Testaktivitäten. Dadurch werden erhebliche Kosten eingespart und die Durchlaufzeit der Testaktivitäten verringert sich nachweislich um bis zu 90 %.
 

Rahmenbedingungen und Standards

 

Jedes Testprogramm muss sich an den folgenden Standards orientieren:

 

  • IDW-Prüfungsstandard „Feststellung und Beurteilung von Fehlerrisiken und Reaktionen des Abschlussprüfers auf die beurteilten Fehlerrisiken“ (IDW PS 261, Stand: 06.09.2006)
  • IDW-Prüfungsstandard zur „Abschlussprüfung bei Einsatz von Informationstechnologie“ (IDW PS 330, Stand 24.09.2002)
  • IDW-Prüfungsstandard „Abschlussprüfung bei teilweiser Auslagerung der Rechnungslegung auf Dienstleistungsunternehmen“ (IDW PS 331, Stand 01.07.2003)
  • IDW-Prüfungsstandard zur „Projektbegleitende Prüfung bei Einsatz von Informationstechnologie“ (IDW PS 850, Stand: 02.09.2008)
  • IDW-Prüfungsstandard zur „Prüfung von Softwareprodukten“ (IDW EPS 880, Stand: 09.09.2009)
  • IDW-Prüfungsstandard „Die Prüfung des internen Kontrollsystems beim Dienstleistungsunternehmen für auf das Dienstleistungsunternehmen ausgelagerte Funktionen“ (IDW PS 951 Stand 19.09.2007 > SAS 70 (Typ A oder Typ B > vorzugsweise)
  • IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung „Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung bei Einsatz von Informationstechnologie“ (IDW RS FAT 1, Stand 24.09.2002)
  • die von der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftliche Verwaltung e.V. (AWV) erarbeiteten „Grundsätze ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS)“ sowie das dazu ergangene Schreiben des Bundesministers der Finanzen (BMF) vom 07.11.1995
  • Rundschreiben der Bundesanstalt zur Finanzdienstleistungsaufsicht „Mindestanforderungen an das Risikomangement“ (MaRisk) vom 14.09.2009
  • §§ 242-252 HGB und 140 AO.

Zielsetzung des Testprogramms 

Das Testprogramm unterstützt die Testperson bereits im Rahmen der Testablaufbeschreibung. Die Testperson wird effektiv durch die einzelnen Aufgaben geführt und automatisiert die Dokumentation für eine Fehleranalyse sowie die Prüfung durch eine Revision oder sonstiger externer Prüfer (WP, BaFin). 
 
Das Testprogramm basiert auf einer Standardanwendung das wie jedes bekannte Office-Produkt ohne Programmierkenntnisse bedient werden kann. Es gibt keinerlei SQL-Abfragen oder sonstige Befehle, die ein fremder Dritter nicht verstehen könnte. Somit kann ein Prüfer oder Revisor sehr leicht die Korrektheit der Ergebnisse feststellen. 
 
Mittels ODBC- / JDBC-Zugriffe bietet es dem Anwender einen komfortablen Einblick in die Datenstruktur und Felder jeder Datenbank. Siehe auch unter Punkt „Technische Informationen“.
 
Mit der Möglichkeit, die Datenbankfelder entsprechend den Testaufgaben unabhängig von den bestehenden Masken der Anwendungssoftware direkt anzuzeigen, steigt die Sicherheit im Testdurchlauf bzw. des Testergebnisses.
 
Neben einer manuellen Kontrolle durch die Testperson wird parallel, soweit die Testaufgabe dies vorsieht, eine automatisierte Kontrolle durchgeführt oder der Anwender auf unvollständige Testergebnisse hingewiesen. 
 

Testaufgaben im Überblick

PRÜFUNG VON FEST DEFINIERTEN TESTAUFGABEN mit entsprechenden Vorgabewerten pro Testfall. Dabei werden zu verschiedenen Geschäftsprozessen wie Aktivierung, planmäßiges sowie vorzeitiges Ende, Kündigung, Kundenwechsel usw. die Vorgabewerte anhand von Verträgen aus dem Echtsystem geprüft. Die Daten der Datenbank werden automatisch geprüft und dokumentiert.
 
EINZELBELEGPRÜFUNGEN FÜR EINGANGS- ODER AUSGANGSRECHNUNGEN in Verbindung mit den erzeugten Buchungen. In der Buchhaltung wird zu jeder Rechnung die jeweilige Buchung mit Konto, Betrag, Beleg- und Valutadatum automatisch geprüft.
 
MASSENPRÜFUNGEN IM RAHMEN EINER MIGRATION. Hier wird das gesamte Feldmapping zwischen dem Basissystem und dem Zielsystem miteinander verglichen.
 
SYSTEM- UND DATENBANKÜBERGREIFENDE PRÜFUNGEN zwischen einem POS-System, Backoffice-System, sowie der Finanzbuch- haltung. Einzelne Verträge werden vom Angebot, dem Antrag, bishin zur Verbuchung zentral kontrolliert. Die Datenbanken (DB2, Oracle, MS-SQL, MySQL, Sybase, usw.) der einzelnen Anwendungen können unterschiedlich sein.
 
KONTROLLE VON BARWERTEN, ZAHLPLÄNEN UND ABLÖSEBETRÄGEN. In den Testverfahren werden Barwerte in Abhängigkeit von Vertragszinsen, Ablösezinsen, Kundenzins usw. nachberechnet. Neben Effektivzinsen, Interner Zinssatz werden alle Grundlagen für eine Bilanzierung nach IFRS oder US-GAAP ermittelt. Dieser Test kann sich auf den einzelnen Vertrag oder den gesamten Vertragsbestand bezie- hen. Individuelle sowie weitere Berechnungsmodelle wie die 78er-Methode können eingestellt werden.
 
PRÜFUNG KOMPLETTER BUCHUNGSSCHEMATA getrennt nach Geschäftsprozessen von der Aktivierung bis zur Vertragsbeendigung. Es werden neben der Buchung, die Beträge sowie das Datum aus den jeweiligen Feldern der Vertragsverwaltung geprüft und auch die Rechungsstellung. Neben der Einzelfallprüfung kann hier eine komplette Prüfung des Vertragsbestandes durchgeführt werden. In Verbindung mit Konzernverflechtungen werden die Buchungen getrennt nach Inland Dritte, Inland Konzern, Ausland Dritte und Ausland Konzern unterschieden. IFRS und US-GAAP Buchungen welche parallel zum HGB erstellt werden, können ebenfalls mit einbezogen werden.
 

Technische Informationen

Mittels einer ODBC / JDBC Verbindung erfolgt der Zugriff auf die Datenbanken (MS-SQL, Oracle, DB2, MySQL, Sybase usw.).  Es können mehrere Datenbanken parallel einbezogen sein. Sind mehrere Testumgebungen vorhanden, kann über einen gesonderten Zugang als ODBC-User die jeweilige Datenbank gewechselt werden.

Benutzername und Passwort für die Datenbank müssen voreingestellt sein. Die Datenbank selbst kann auf unterschiedlichen Servern liegen. Die Administration der verwendeten Treiber auf dem PC des Anwenders mit Serveradresse usw. findet in der Administration des jeweiligen Rechners statt (Dienstprogramme wie ODBC Manager oder ODBC Verbindung)   Das Programm läuft unter Windows und Mac OSX oder als Web-Applikation im Browser. 

Informationen anfordern unter: http://www.kraft-partner.com/contact